zurück            

Der Führerschein S für Leicht-Kfz und Quads

 

Die Voraussetzungen:

Mindestalter: 16 Jahre

Fahrzeugarten: 3-rädrige Kleinkrafträder oder 4-rädrige Leichtkraftfahrzeuge

Motorisierung: bis 50 ccm bei Fremdzündungsmotor (Benzin) bis 4 kW bei Diesel- oder Elektro-Antrieb

zulässige Leermasse: bis 350 kg (ohne Akkus bei E-Antrieb)

Höchstgeschwindigkeit: bis 45 km/h



Ausbildung:

Theorie: 12 Doppelstunden Grundstoff, 2 Doppelstunden Zusatzstoff

Praxis: Grundausbildung nach den Inhalten der Fahrschüler-Ausbildungsordnung (Anzahl der Fahrstunden hängt ab von den jeweiligen Fähigkeiten und dem individuellen Lernfortschritt)

Prüfung:

Theorie: bei Ersterteilung Fragebogen mit 30 Fragen

Praxis: praktische Prüfung von mind. 30 Min. inkl. 1 Grundfahraufgabe:

Grundfahraufgaben:
Fahren nach rechts rückwärts unter Ausnutzung einer Einmündung, Kreuzung oder Einfahrt (falls Rückwärtsgang vorhanden) oder Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung

Mitzuführen:
Fahrerlaubnis
Betriebserlaubnis oder EG-Typgenehmigung (CoC-Bescheinigung)
Erste-Hilfe-Material
Warndreieck
Schloss (wenn am Quad kein Lenkradschloss vorhanden)

Helmpflicht (Quad):
ergibt sich aus der Betriebsanleitung, grundsätzlich empfohlen



Infos und Meinungen zum Führerschein S:


Bislang ist nach Angaben der Fahrlehrerverbände die Nachfrage nach dem S-Führerschein allerdings "gleich null". Die Jugendlichen hofften auf den Autoführerschein ab 17 Jahren.

Kein billiges Vergnügen
Die Fahrschulkosten für den Führerschein Klasse S belaufen sich auf 700 bis 900 Euro. Vorgeschrieben ist eine theoretische Ausbildung mit 14 Doppelstunden Unterricht. Die Theorieprüfung umfasst 30 Fragen. Auch eine praktische Ausbildung mit 30-minütiger Fahrprüfung ist gesetzlich Pflicht.

"Reine Abenteuerfahrzeuge"
Zwar nützten die Miniautos als Zweitwagen zum Einkaufen. "Doch ein Golf ist gegen diese Fahrzeuge ohne Airbag und mit leichter Karosserie wie ein Panzer", so Plitt. Noch weitaus gefährlicher seien die Quads. "Das sind reine Abenteuerfahrzeuge, die nicht in unseren Straßenverkehr und in die Hände von unerfahrenen 16-Jährigen gehören." Vor einer extremen Kippgefahr von Quads in Kurven und beim Bremsen warnt auch der ADAC.

"Die Fahrzeuge sind lebensgefährlich"
ADAC, TÜV und der Fahrlehrerverband rechnen mit steigenden Unfallzahlen, sollten Jugendliche auf Quads und Miniautos umsteigen: "Die Fahrzeuge bieten keine Sicherheit und sind lebensgefährlich", sagte Peter Meintz vom ADAC Westfalen. Crash-Tests hätten "verheerende Folgen" bei Unfällen gezeigt.